Geschichten lauschen – ein „Märchenbasar“ voller Magie

In der Kreativwerkstatt Blumberg herrschte am vergangenen Freitag ein reges Kommen und Gehen. Der Garderobenständer platzte bereits aus allen Nähten als ich dort ankam. Ich traf mich mit meiner lieben Freundin V. zum Märchenbasar.

Gongklänge aus dem Nebenraum entführten mich in eine andere Welt. Ich stieg die Treppe ins Souterrain hinab und begrüße meine Freundin mit einer Umarmung, die am Fuße dieser auf mich wartete. Der 2. Raum links der Treppe war vollgestopft mit allerlei bunter Keramik auf Holz-Stellagen, auch ein paar Märchenfiguren waren darunter, und einem Arbeitstisch, wo Frauen und Kinder gerade Batikkunstwerke erschufen.

V. und ich warteten auf den 2. Teil der Veranstaltung, einer bilingualen Märchen- bzw. Geschichtenerzählung von den Frauen des Vereins „EI – Erzählen Integrativ“, deren Initiatorin und Gründerin Margarete Wenzel mit diesem, einer ihrer vielen Engagements und Projekte,  geflüchtete Frauen und deutschsprachige Erzähl-Patinnen“ zusammenbringt, die dann gemeinsam einmal in der Originalsprache und einmal auf Deutsch ein Volksmärchen aus mündlich überlieferten Quellen des Herkunftslandes der Geflüchteten.

Der Raum wurde von einer liebevoll selbstgebauten Bühne im vorderen Teil dominiert. Eine kunterbunte Mischung von Sesseln, Matratzen, Polster und sogar ein paar Decken verteilten sich im Zimmer. Bald war der Raum mit vielen Menschen, großteils Frauen und auch ein paar Kindern, gefüllt. V. und ich fanden gerade noch einen Platz auf einer Matratze nur wenige Meter vor der Bühnenplattform entfernt. Fünf Geschichtenerzählerinnenpaare erfüllen die Luft mit ihren angenehmen Stimmen und alle lauschen neugierig den spannenden Geschichten und Märchen. Jedes Erzählerinnenpaar brachte seine individuellen Stärken ein und durch die unterstützenden Gesten und Mimiken auch ein gute Brise Humor. Schneller als gedacht war die Stunde herum, und die Gäste gingen mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause.

Mir hat es so große Freude bereitet, dass ich zu Hause meinem Schatz gleich eine der Geschichten weitererzählte. Sogar ein paar abgewandelte Varianten erfand ich zur Erheiterung meines Schatzes auch noch dazu. So wurden aus den ursprünglich „Drei Fischen“ gleich mal so spontan „Drei Motten“.

Nächsten Jänner darf ich dank Margarete einen Schnupperworkshop in Sachen „Freies Erzählen“ bei ihr besuchen. Ich freue mich schon darauf.

Alles Liebe und noch weiterhin ein paar besinnliche Adventwochen,

Eure Caroline

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Die künstlerische Kälte

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Ich gebe zu, ich bin keine Freundin von Kälte, Schnee und Eis. Nasskaltes, nebeliges, düsteres Wetter ist mir ein Graus. Dennoch bemühe ich mich, auch hier die positiven Seiten zu sehen, denn es gibt sie. Schneekristalle sind wunderschöne Kunstwerke der Natur, wie auch der Rauhreif auf diesen Blättern hier im Vorgarten unserer Kanzlei. Nebel und Dunst können sich auch romantisch durch Täler schlängeln, wie ich es auf der Nachtwanderung nach Mariazell vor ein paar Jahren erlebt habe. Schnee eignet sich prächtig fürs Schneeengel machen oder Schneemann bauen. Naturspaziergänge in der kalten Jahreszeit haben auch ihren Reiz, auch wenn die kahlen Bäume und Sträucher auf mich recht abweisend wirken, obwohl sie ja eigentlich nur einen „Winterschlaf“ halten. Wenn aber Eis und Schnee den Wald in einen Märchenwald verwandeln, dann zieht es mich sogar in die Kälte hinaus, wenn ich danach wohlig eingekuschelt in eine Decke mit einem heißen Tee in der Hand am Sofa entspannen und mich wieder aufwärmen kann. Ein paar Kerzen dazu und vielleicht noch eine Duftlampe angezündet. Herrlich. Was gibt es Romantischeres als mit seinem Liebsten Hand in Hand durch eine verschneite Landschaft zu wandern?

Euch allen weiterhin eine wunderbare Adventzeit,

Eure Caroline

KOCHEXPERIMENT: mein 1. Overnight Porridge

Ich habe heute Früh meinen 1. Overnight Porridge gegessen. Bisher war ich etwas skeptisch, ob das auch schmeckt. Es wird ja doch deutlich weniger Flüssigkeit verwendet als beim warmen Porridge.

Jetzt hatte ich aber Lust, was Neues auszuprobieren und leistete mir von meinem bärigen Lieblingsporridge-Anbieter ein stylisches Overnight-Porridge-Glas mit Markierungen, bis wohin welche Zutat einzufüllen ist.

Meine Variante:

Leckerer Beerenporridge (ca. 50 g) und 100 ml Milch (geht aber auch Wasser oder Getreidedrink) mit einander im Glas vermischen und ein paar Walnüsse oben drauf. Deckel zu und dann kam das Ganze über Nacht in den Kühlschrank und

ta da… mein köstliches Frühstück war am nächsten Tag wirklich fertig. Alle Flüssigkeit war von den Haferflocken aufgesaugt worden. Jetzt könnte man das Ganze noch mit frischen Früchten, Joghurt(alternative) etc. ergänzen. Da ich das aber gerade nicht zur Hand hatte, begnügte ich mich mit einem Löffelchen Honig, den ich von meinem Ausflug in Steyr mitgenommen hatte. Diese süße Köstlichkeit stammt aus dem Nationalpark Gesäuse, ganz naturbelassen. Ich lernte den Imker persönlich kennen und bin überzeugt, dass dieser seine Bienen gut behandelt. Das ist mir wichtig.

Da ich in der Früh gerne herumtrödle, wenn ich alleine bin, ist diese Art von Frühstück ideal für mich. Ich richte alles am Vortag her und am Morgen ist die Basis fix und fertig, und ich brauche sie nur mehr ergänzen, wenn ich will. Perfekt!

Alles Liebe und eine friedliche Adventzeit Euch allen

Eure Caroline

Eine unerwartete Überraschung

2016 habe ich den zweiten Roman „Wünsch dich glücklich“ (damals noch mit anderem Titel) einer wunderbar humorvollen Autorin namens Kerstin Engel vorbestellt, da ich ihren Erstlingsroman „Ameisen küsst man nicht“ (2014, Rowohlt Verlag) so unterhaltsam gefunden hatte, sodass ich ihn in kürzester Zeit ausgelesen hatte. Eine amüsante, kurzweilige Liebesgeschichte zwischen einer scheinbar gefühlskalten Biologin mit Spezialgebiet Ameisen und einem als Frauenheld verschrienen Primatologen. Kann das was werden?

Doch irgendwie sollte es nicht sein. Der Erscheinungstermin wurde immer wieder nach hinten verschoben. Ich dachte gar nicht mehr daran. Ich hatte die Bestellung zwar nie storniert, aber ich war dennoch vollkommen überrascht, als ich gestern die Versandbestätigung erhielt, dass das Buch in Kürze bei mir eintreffen würde.

Kurioserweise gibt es schon seit Längerem ein Hörbuch davon, aber der Roman ist aus mir unbekannten Gründen erst jetzt erschienen.

Verrückt, wie das Leben manchmal spielt.

Eine schöne Überraschung bei diesem grau-nebeligen Novemberwetter, wo nichts schöner ist als lesen, kuscheln und Tee trinken.

Alles Liebe

Eure Caroline

Ein unerwartetes Geschenk

Ich habe Lust auf gebackene Kartoffelscheiben. Ja, in Österreich müsste man ja Erdäpfelscheiben sagen, aber mein Schatz ist Deutscher, da kann ich mir das erlauben. 🙂 Ich steige aus und fahre die Rolltreppe hinauf. Links neben der U-Bahn-Haltestelle stehen meine Stamm-Maronibraterinnen, wenn ich so etwas überhaupt habe, vor ihren zwei Öfen und überprüfen ihre Esskastanien, ob sich schon die Schale gut vom Fruchtfleisch löst. Es riecht nach verbrannter Kohle und Winter.

Ich schaue zum zweiten Ofen hinüber. Nur ein paar dünklere Kartoffelstücke kann ich entdecken. Ich habe aber Hoffnung, dass es noch mehr davon gibt, und begrüße die beiden Damen. Sie haben das Pensionsalter bereits überschritten, aber stehen jeden Tag für Stunden in der Kälte und sorgen für das leibliche Wohl ihrer Gäste. Ich gebe meine Bestellung auf: „Eine Portion Kartoffeln bitte, wenn Sie noch eine haben.“ Die eine Frau schaut auf und fragt, ob ich diese haben will und zeigt auf den traurigen Rest. Sie würde sie mir schenken, sagt die Maronibraterin dazu, als mit meiner Antwort zögere. Der Ofen wäre zu heiß gewesen, ergänzt ihre Kollegin, obwohl sie es gerne mögen, wenn es schnell geht. Ich gebe mein Einverständnis und meine, dass ich die Kartoffeln so eh am liebsten habe. Die Frau steckt alle übrigen gebackenen Scheiben in einer der Papiertüten, gibt etwas Salz drauf und reicht sie mir. Ich danke ihr und verabschiede mich bei den beiden.

Genüsslich beiße ich gleich in eine der etwas angekokelten Scheiben. Diese erinnern mich gerade spontan daran, als ich vor vielen Jahren bei meinem Papa Maroni im Gasbackrohr zubereiten wollte, dann aber auf diese völlig vergessen hatte. Statt köstliche Esskastanien genussvoll zu verspeisen, musste ich tagelang lüften, und die mittlerweile echt teuren Nussfrüchte waren nur mehr als Kohlen zu gebrauchen.

Ganz anders die Kartoffeln, diese sind köstlich, knusprig und wären weggeworfen worden, hätte ich sie nicht genommen.

Danke für dieses unerwartete Geschenk, liebes Leben!

Eine wunderschöne 2. Wochenhälfte, ihr Lieben da draußen,

Eure Caroline

Ein Festmahl für Oma

Ich habe vor ein paar Jahren damit begonnen, meiner Oma zum Geburtstag keine klassischen Geschenke mehr zu machen, sondern sie lieber zu mir zum Essen einzuladen. Es dauert zwar dann immer ein paar Wochen, bis wir dazu Zeit finden, aber es lohnt sich, darauf zu warten. Ich koche dann nämlich immer groß auf. Ich nutze diese Gelegenheit immer, um neue Gerichte auszuprobieren. Am Samstag war es wieder einmal so weit.

Da ich seit einigen Jahren nur mehr vegetarisch koche, auch wenn ich Flexitarierin bin, kann ich so auch immer zeigen, wie vielfältig die fleischlose Küche sein kann.

Das diesjährige 3-Gänge Menü lautete:

  1. Melanzaniröllchen mit Ziegenkäse-Walnuss-Füllung: ich habe zum Teil auch Pecannüsse verwendet, die mag ich persönlich lieber. Foto gibt es keines davon, war nicht so besonders sehenswert. Geschmacklich waren die Röllchen aber gut.
  2. Tomaten-Feta-Risotto mit Rollgerste und Kräutern: mein 1. Risotto und dann auch gleich noch mit Rollgerste statt Reis. Hat länger gedauert als erwartet, bis die Körner die richtige Konsistenz hatten, aber das Warten hat sich gelohnt.
  3. Apfeltiramisu: das Rezept habe ich noch mit etwas Zimt ergänzt, da für mich Anis alleine zu dominant gewesen wäre. Auch das 1. Tiramisu für mich, aber natürlich auch nicht der Klassiker, sondern etwas herbstlich/winterlich angehaucht. 🙂

Alle Rezepte finden sich auf frischgekocht.billa.at.

Meine Oma und mein Schatz waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis, was mich als Köchin natürlich besonders freut.

Abends waren mein Schatz und ich dann noch im Kino. Der Thriller „Nur ein kleiner Gefallen“ war sehr gut besucht, davon geschätzte 2/3 Frauen. Immer spannend zu sehen, wer in welchen Film geht. Der Plot war besser als ich nach dem Trailer erwartet hatte. Teilweise überraschende Wendungen.

Gestern gab es dann zur Erholung einen richtig kuscheligen Sonntag, aber mit einem langen Spaziergang im Prater am Nachmittag trotz des trüben Wetters mit anschließendem Tee zu Hause.

Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Wochenende,

Eure Caroline

 

Noch eine Welle

Langsam kommen wieder die Ideen für meinen Roman wieder. Ich habe gestern auch wieder geschrieben. Dank meines kleinen Meditationsrituals vor der Schreibsession  ging es überraschend flüssig. Mittlerweile sind mir meine Figuren und der Plot ins Blut übergegangen. Ich weiß ganz genau, wie es weitergehen soll.

Obwohl es gerade in meinem Leben ziemlich emotional ist, erlebe ich die positiven Dinge wieder bewusster und bemühe mich, die unangenehmen Hürden oder Ereignisse an mir abtropfen zu lassen, wie Wasser an einer Lotusblume.

Meine spirituelle Ader hilft mir dabei sehr. Besonders das Vergebungsritual der Hawaiianer, auch Hoʻoponopono genannt. Denn will ich etwas in meinem Leben ändern, so beginne ich bei mir selbst, denn sonst wäre die Situation so nicht in meinem Leben gekommen.

Manchmal zwingt das Leben einen zu einer Entscheidung, egal wie schwer diese auch sein mag. Ein Wermutstropfen in meinem Fall, aber ich will wieder in den Fluss des Lebens kommen.

Meine erste Veranstaltung von  LIEBESRAUM® 2.0 steht nächstes Jahr am Programm, genauso wie eine spirituelle Ägyptenreise. Bis dahin rinnt noch viel Wasser die Donau hinunter. Möge es alles mit sich reißen, dass meinem Leben nicht mehr dienlich ist.

Alles Liebe und noch weiterhin eine tolle Woche

Eure Caroline