Toleranz-Zebrastreifen

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In Wien haben wir die berühmten Ampelmännchen, in Vilnius/Litauen habe ich dafür den „Toleranz“-Zebrastreifen entdeckt. So wird gleich auch die Welt ein wenig bunter. Statt der bekannten schwarz-weißen Streifen, sind hier alle Farben des Regenbogens vertreten. Ganz wunderbar! Für mehr Vielfalt und Liebe auf der Welt!

Alles Liebe

Eure Caroline

PS: Stefan von hodos.at hat vor Kurzem ein Gedicht über den Zebrastreifen veröffentlicht. Hier geht es dorthin.

 

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Brücken voller Herzen

Ich habe auf meinen Reisen schon viel gesehen. Lustiges, Schräges, Interessantes und ganz viel Neues.

Dass Brücken gerne mit Liebesschlössern von turtelnden Paaren versehen werden, ist nicht neu. Der dazupassende Schlüssel versinkt in den (Un)tiefen der Flüsse, um zu garantieren, dass die Verbindung auch wirklich von Dauer ist.

Auch die Letten und Litauer verlieben sich, hängen Schlösser an jede Brücke, die zu finden ist, egal, ob in der Hauptstadt oder am Land. Manche machen einen großen Aufwand. Sie lassen ihre Namen und Daten eingravieren. Jeder Trend rennt um die Welt. Heute schneller denn je.

Doch fand ich in Kuldiga im Westen Lettlands an einer Brücke dieses kuriose Schild:

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Nicht etwa die Liebe wird hier verboten, sondern Gott sei Dank nur die Liebesschlösser. Es ist zwar fraglich, ob dieses Ritual wirklich dafür sorgt, dass man (glücklich) zusammenbleibt, aber der Glaube versetzt schließlich Berge.

Wir wollten das auch mal machen. Mein Schatz hatte mal irgendwo welche gekauft. Doch dann kam alles anders und trotzdem sind wir noch immer zusammen.

Jetzt erst recht, denn fünf Kilometer von Kuldiga entfernt gibt es eine einzigartige Sandhöhle. Ein Kuss in der dortigen „Liebeshalle“ und man bleibt für immer zusammen. So wird erzählt. Hochzeitspaare hinterlassen dort während eines Rituals Blumen, die 3 Monate ohne einen Tropfen Wasser auskommen.

Die Magie des Ortes hat mich berührt. Romantisch, nur mit Kerzen in den Händen standen wir dort in der kleinen Gruppe, wir beide das einzige Pärchen. Zum Küssen aufgefordert, alle jubelten. Freudige Gänsehaut am ganzen Körper. Diesen Moment werde ich nie vergessen.

Partnerschaft braucht so viel mehr als nur den reinen Glauben daran, aber es ist ein guter Beginn.

In diesem Sinne: Ich glaube ganz fest an die Liebe und wünsche Euch allen, dass Ihr sie findet, und sie in Eurem Herzen ein schönes Zuhause hat,

Eure Caroline

 

 

 

 

Hitzepause und Urlaubsvorbereitung

Meine Kreativität leidet unter der sommerlichen Hitze, mein Körper ist fast durchgehend am Schwitzen. Es fühlt sich so an, als ob mein Gehirn schmilzt wie köstliches Eis in der Sonne. Mein Roman liegt derzeit geistig auf Eis, bei Temperaturen von über 28 Grad in meiner Wohnung kann ich nicht schreiben, beim besten Willen nicht. Zumindest nichts, was mehr Wörter hat als ein Blogbeitrag.

Außerdem freue ich mich jetzt schon sehr auf unseren Urlaub im schönen Baltikum, der immer näher rückt. Dort hoffe ich auf kühlere Temperaturen und neue Inspiration. Die Zeit will ich auch nützen, mir vor Ort ein Bild von Landschaftsstrukturen zu machen, die in meiner Geschichte bereits vorkommen bzw. noch vorkommen sollen, aber auch entspannen, Neues entdecken, eine tolle und intensive Zeit mit meinem Schatz haben und das Leben genießen.

Also wundert Euch nicht, wenn ich jetzt länger nichts von mir lesen lasse.

Ich wünsche Euch von Herzen weiterhin einen wunderschönen Sommer.

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

WEGE ZUR ACHTSAMKEIT: Stadtpflanzen im Sommer

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Ich liebe es, Stadtspaziergänge zu machen, besonders in den von Touristen noch nicht überschwemmten Bereichen. Als Hochsensitive liebe ich ruhige Ecken, bekannte Strecken und viel Grün, als Scannerin Abwechslung, Spannung und neue Wege. In meinem Körper schlagen also zwei Herzen um die Wette, die beide befriedigt werden wollen. Meine liebste Begleitung ist mein Schatz, aber ich gehe auch gerne alleine spazieren und erkunde Neues und Bekanntes in meiner Umgebung.

Eine meiner Lieblingstrecken führt am Donauufer entlang Richtung Messe Wien, dann weiter zum Teich im sogenannten Viertel Zwei rund um das OMV Hauptquartier, wo die angenehmen runden, weichen Formen der vorherrschenden Architektur mein ästhetisches Empfinden schmeicheln. Grüne Hügel mit Baumbestand mit Holzstühlen laden zum Verweilen ein, den Blick richte ich dort lieber auf die zarten Wellen der Wasserfläche als auf den Boden, der mit zahlreichen Zigarettenstummeln „verziert“ ist. Dazwischen ein paar Kunstwerke, davon gefällt mir der Hase auf einem Podest auf einem der künstlichen Buckel am besten.

Weiter führt der Weg dann zur neuen Wirtschaftsuniversität. Wer Geld hat, kann sich auch den besten Platz sichern. Direkt neben dem „Grünen Prater“, die Architektur ist genau das Gegenteil vom „Viertel Zwei“, aber das nur am Rande. Über Geschmack lässt sich schließlich nicht streiten.

Die gärtnerische Gestaltung der Anlage erinnert mich teilweise ein bisschen an eine Steppe mit vielen grasartigen Pflanzen, mal groß, mal klein, rund und üppig oder länglich und hochschießend. Dazwischen ein wahres Blütenmeer von Sonnenhut (s. Foto). Die meisten Gewächse sind mir aber gänzlich unbekannt, aber zu jeder Jahreszeit angenehm anzusehen. Schon alleine deswegen gehe ich dort gerne spazieren, weil immer irgendetwas blüht oder sich interessant präsentiert.

Wenn noch Zeit ist und die Beine noch nicht in Streik getreten sind, geht der Weg dann noch Mitten hinein in die grüne Lunge des Praters oder aber in Richtung Stuwerviertel. Je nach Lust und Laune mit einer Pause im „Library Cafe“ am WU-Gelände, wenn es am Wochenende offen hat (nicht im Juli und August). Jetzt ist es besonders angenehm auf dem Gelände, sind doch die meisten ausgeflogen und auf Urlaub, auch wenn ich derzeit aufgrund der Hitze mich lieber im Schatten aufhalte. Auf unsere Sommerreise freue ich mich auch schon, das Baltikum ruft.

Einen schönen Sommer weiterhin

Eure Caroline

 

Verantwortung

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Merlin fast 5. Wochen alt, Besuch bei der Züchterin letzte Woche

Unglaublich, wie schnell ich mich verlieben kann. So ein Welpe hat einfach das perfekte Kindchenschema, außerdem habe ich als Frau den berühmten Mutterinstinkt (was auch immer das genau bedeutet). Merlins Herz zu spüren, wie schnell es schlägt, seine freundlichen, klugen Augen, sein weiches Fell – so großartig. Es heißt, es braucht nur 3 Sekunden, um sich zu verlieben. Er hat es in einer geschafft. 😀

Ich bin zwar insgesamt mehr ein Katzenmensch, aber an Hunden liebe ich, dass sie wirklich Teil der Familie, des Rudels sind und gerne mit dem Menschen kooperieren und mit ihm arbeiten wollen. Ich bringe ihnen gerne etwas bei und habe auch die Geduld dafür, und für sportliche Aktivitäten sind sie gute Gefährten, kommt natürlich auf die Rasse an.

Das Großartige an Tieren ist, dass sie den Menschen, der sich um sie kümmert, nehmen, wie er ist. Sie wollen ihn nicht verändern oder ihm vorschreiben, welches Leben er zu leben hat. Hunde sind Rudeltiere, deswegen ist es wichtig, dass man sich wie ein Rudelführer benimmt, sonst verdient man sich keinen Respekt oder der Hund übernimmt das Kommando, aber ansonsten ist es ihnen egal, wie dieser aussieht, ob er dick oder dünn ist, oder welchem Job er gerade nachgeht.

Menschen mit Hunden sind kommunikativer, selbstbewusster, ausgeglichener und bewegen sich (noch) mehr, zumindest, wenn sie mehr als ein paar Schritte vor die Türe gehen. Ich bin u. a. mit Katzen und Hunden aufgewachsen und weiß das aus eigener Erfahrung.

Dennoch braucht man für Hunde wirklich sehr viel Zeit, weswegen ich mir derzeit, so gerne ich ein Haustier hätte, keinen zulegen würde, weil ich zusammen mit meinem Schatz viel reise, oft auch spontan, was wunderbar, aber einfach nicht mit einem Tier vereinbar ist. Für eine Katze ist das vielleicht etwas weniger schlimm, aber dann bräuchte ich eines dieser schrecklichen Katzennetze für die Loggia, wo es bei mir eh schon dunkel genug ist.

Nicht jeder hat hilfsbereite Nachbarn, Familienmitglieder oder Freunde in der Nähe, die (länger) auf sein Tier aufpassen, wenn er nicht da ist. Tierpensionen und Tier-Sittingdienste kann sich auch nicht jeder leisten. Dazu kommen noch Tierarztbesuche, Futter etc. Alles finanzielle bzw. organisatorische Faktoren, die es zu bedenken gilt.

Ich übernehme gerne Verantwortung, aber nur, wenn ich auch wirklich gut für ein Tier sorgen kann, schließlich lebt ein Hund oder eine Katze viele Jahre und diese sollen sie dann auch so ausgeglichen, artgerecht und angenehm wie möglich verbringen können. Besonders, wo ich doch in der Stadt lebe, wenn auch sehr günstig für lange Spaziergänge im Grünen.

Was meint Ihr dazu?

Alles Liebe

Eure Caroline

 

 

 

Ein neues Hundeleben

Seit dem Tod von unserem geliebten Labrador Billy sind nun schon vier Jahre vergangen. Meine Mama lebte die vergangenen Jahre großteils in Prag, wo sie auch arbeitete. Jetzt ist sie wieder bei uns in Wien und bekommt Mitte August einen wunderbaren neuen kleinen süßen Gefährten zur Seite gestellt.

Das Beitragsfoto entstand bei ihrem ersten Besuch bei der Züchterin drei Wochen nach seiner Geburt am 12.07.2018.

Ich freue mich, Euch allen

MERLIN

vorzustellen. Er ist ein waschechter Wachauer Australian Shepherd, denn er stammt aus einer Zucht in der Nähe von Krems.

Meine Mama hat sich für eine große neue Aufgabe entschieden.

Mit viel Liebe, Geduld, Ruhe, Ausgeglichenheit und Konsequenz muss er zuerst einmal gut erzogen und sozialisiert werden. Sobald Merlin alt genug dafür ist, möchte meine Mama mit ihm „Agility“ trainieren gehen, um endlich mehr Bewegung in ihr Leben zu bringen. Ein kleiner Welpe braucht viel Zeit und Aufmerksamkeit, damit aus ihm ein selbstsicherer, ausgeglichener und freundlicher Hund wird.

Bei dieser Rasse ist auch die geistige Beschäftigung ganz besonders wichtig, Australian Shepherds sind schließlich als Arbeitshunde gezüchtet worden, aber in der Stadt braucht Merlin keine Schafe zu hüten, obwohl auf der Wiese in der Nähe durchaus Platz dafür wäre.

Er hat mich persönlich schon jetzt verzaubert. Ich darf zum Besuch nächste Woche auch mitkommen, worüber ich mich schon sehr freue.

Alles Liebe

Eure Caroline

Rindenregen

Die Platanen „häuten“ sich gerade. Überall beim Spazieren gehen sehe ich nackte Äste und abfallende Baumrinde. Ihnen ist es unter der dicken Borkenschicht zu eng geworden. Ich habe gelesen, dass sie das nur alle paar Jahre machen. Schlangen, Spinnen und Insekten entledigen sich auch ihrer Haut, wenn sie wachsen und die alte „Kleidung“ nicht mehr passt. Auch wir kaufen neues Gewand, wenn es uns – aus welche Grund auch immer – zu klein geworden ist. Platanen sind in dieser Hinsicht doch sehr ungewöhnliche Bäume. Ich kenne keine anderen, die das auch so machen.

Gestern waren mein Schatz und ich noch am Donauufer unterwegs, als plötzlich ein kräftiger Windstoß zu einem wahren Borkenregen führte. Spannend, dass es so scheint, als ob die Platanen alle gleichzeitig in diese „Häutungsphase“ gekommen sind. Zuerst die Krone, dann der Stamm. Erst wird die glatter Rinde brüchig, dann platzt sie in großen Stücken ab. Nur wenige Millimeter dick, aber doch auch ein verlorener Schutz gegen Insekten und andere Gefährdungen. Sie sind jetzt seltsam sensibel, wie Einsiedlerkrebse, die ihre Muschel verloren haben oder umziehen müssen, weil ihr Haus zu klein geworden ist. Zeigen ihre Verletzlichkeit, zeigen, wer sie wirklich sind unter ihrer harten „Schale“.

Auch mancher Mensch würde gerne manchmal aus seiner Haut schlüpfen können, um neu zu beginnen, etwas zu verändern, um ein anderer zu werden. Seine Angst einfach so mal abstreifen, seine Schüchternheit, seine Wut, seine Frustration, seine unglückliche Partnerschaft, seine unbefriedigende Lebenssituation. So einfach ist das leider nicht, aber manchmal hilft der Gang zum Frisör. 😉

Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende,

Eure Caroline